Bypass Repeated Content

Ursprung der Staufer

Burg Wäscherschloss

Besucher am Berg der Burg Wäscherschloss; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Rolf Schwarz
Ein Ort staufischer Geschichte

Meilensteine

In Sichtweite der drei Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen liegt Burg Wäscherschloss. Die Nähe zur Burg der Staufer auf dem Hohenstaufen und zum Kloster der Herrscherfamilie in Lorch gab der trutzigen Burg ihre Bedeutung – auch im Bewusstsein der Menschen in der Region.

Burg Wäscherschloss, Mann in historischem Kostüm; Foto: Giancinto Carlucci

Erstmals 1330 als „Weschenburg“ erwähnt.

Konrad der Wascher als Namensgeber

Erbauer der ältesten Burganlage war vermutlich Walter von Schüpf, ein Reichsministerialer und Schenk von Staufen. Da er als hoher Reichsbeamter häufig unter anderem mit Kaiser Friedrich II. auf Reisen durch das Reich war, ging die Burg an Egeno von Staufen und ab 1271 an dessen Enkel Konrad. Sein Beiname, „der Wascher", findet sich in der ältesten erhaltenen Urkunde über die Burg. Er geht auf einen in der Region fließenden Waschbach zurück. So kamen Ort und Burg zu ihrem Namen. Erst in einem Schriftstück aus dem Jahr 1330 wird die Burg zum ersten Mal als „Weschenburg“ erwähnt.

Besucher auf Burg Wäscherschloss; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Rolf Schwarz

Die Burg sollte das Umfeld des Hohenstaufen sichern.

Verbunden mit den Staufern

Herzog Friedrich I. von Schwaben hatte den Hohenstaufen im späten 11. Jahrhundert zu seiner repräsentativen Stammburg ausbauen lassen. Nach dieser weithin sichtbaren Burg wurde die aufstrebende Adelsfamilie später „von Staufen“ genannt. Für Burg Wäscherschloss deuten die ältesten erhaltenen Bauelemente darauf hin, dass die Anlage zwischen 1220 und 1250 entstand. Damals sollte die kleine Burg das Umfeld des Hohenstaufen sichern.

Besitzerwechsel nach Österreich

Nach dem Untergang der Staufer in der Mitte des 13. Jahrhunderts wechselte Burg Wäscherschloss mehrfach die Besitzer. Eine Zeit lang gehörte sie der Familie von Rechberg zu Staufeneck. Sie tauschten den Besitz im 15. Jahrhundert – so kam die Burg in österreichischen Besitz. Erst 1806 fiel die Burg an das Königreich Württemberg. Aus der Militäranlage wurde ein landwirtschaftlicher Nutzbau, in dem landwirtschaftliche Vorräte lagerten.

Burg Wäscherschloss; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Rolf Schwarz

Die Burg wechselte öfters den Besitzer und war sogar in österreichischem Besitz.

Besucher und Darsteller auf Burg Wäscherschloss; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Rolf Schwarz

Mittelalter-Atmosphäre im Burghof.

Ein Ort für die Verehrung der Staufer

Die Erinnerung an die bedeutende Vergangenheit der Staufer übertrug sich auf die kleine Burg: Im 19. Jahrhundert wurde sie wieder entdeckt und in ihrer Bedeutung erkannt. Vor allem die Verbindung zur Geschichte der Staufer zusammen mit der romantischen ländlichen Umgebung ließ die Burg zu einem Motiv für Maler werden. 1960 wurde die Burg als Museum eingerichtet – dank der privaten Initiative der „Vereinigung der Freunde des Wäscherschlosses“. Seit einer Sanierung im Jahr 2011 ist die Burg Wäscherschloss wieder zugänglich.

Mehr erfahren

Personnalités
Monuments et fonctions
Travail et loisirs

Veuillez sélectionner un maximum de 5 mots-clés.

Ursprung der Staufer

Burg
Wäscherschloss